Finanzierung steht: Sanierung der Schwedlerbrücke einen Schritt weiter

Richtig gute Neuigkeiten erreichen uns aus dem Verkehrsdezernat mit einer aktuellen Pressemitteilung.

Die Instandsetzung der Schwedlerbrücke rückt ein gutes Stück näher. Die Bau- und Finanzierungsvorlage für das aufwändige Bauprojekt ist in der Endabstimmung und geht in Kürze in den Unterschriftengang. „Ich freue mich, dass wir ein weiteres Etappenziel erreicht haben, und die Vorlage zuerst auf den Magistrat und dann in die Stadtverordnetenversammlung zubewegen können. Denn die Schwedlerbrücke ist für die Menschen im Osten der Stadt sehr wichtig. Das hat auch das Land Hessen erkannt, das dieses Bauprojekt mit bis zu zehn Millionen Euro über das Programm Nahmobilität finanziell fördern wird. Ebenso die Deutsche Bahn, die sich als Kreuzungspartner mit rund drei Millionen Euro beteiligen wird“, erläutert Mobilitätsdezernent Stefan Majer.
 
Und dennoch gab es in den Konsolidierungsgesprächen im Magistrat lange große Unsicherheit, ob im städtischen Haushalt für die Sanierung genügend Mittel zur Verfügung stünden, bis Sport- und Planungsdezernent Mike Josef Unterstützung für eine Finanzierung in 2022 anbot: „Die kurzen fußläufigen Wege für die Menschen im Ostend sind städtebaulich so wichtig, dass der zügige Fortgang der denkmalgerechten Brückensanierung unterstützt werden muss. Wo früher Hafen- und Werftarbeiter täglich über das Bahngelände liefen, soll es bald wieder eine angemessene Verbindung zwischen Hafenpark und Ostpark geben. Dafür finanzieren wir gerne den Start der Arbeiten noch in diesem Jahr“, sagt Josef.
 
Die 245 Meter lange Schwedlerbrücke ist eine wichtige Verbindung für den Fußverkehr im Stadtteil Ostend. Sie entstand während des Baus des Osthafens im Jahr 1910 und verbindet diesen mit dem Ostpark und dem südlichen Bornheim. Wegen ihres schlechten baulichen Zustands ist das denkmalgeschützte Bauwerk seit 2011 gesperrt. Der historische Brückenbogen wurde 2016 aus Sicherheitsgründen ausgehoben.
 
Die städtischen Planerinnen und Planer hat vor allem die Frage beschäftigt, wie es gelingen kann, die Brücke instand zu setzen und zugleich ihren filigranen Charakter zu bewahren. In der Ingenieursprache ist auch von Revitalisierung der Brücke die Rede. Bei einem offenen Wettbewerb im Jahr 2016 legte die Arbeitsgemeinschaft Christoph Mäckler Architekten und Bollinger + Grohmann Ingenieure den besten Entwurf vor. Die Bürogemeinschaft erhielt vom zuständigen Amt für Straßenbau und Erschließung daher den Auftrag, die Brückenentwürfe als Planungsgrundlage weiter auszuarbeiten. Die vergangenen Jahre wurden unter anderem dafür genutzt, zu klären, welche Teile des denkmalgeschützten Bauwerks erhalten bleiben und welche durch einen Neubau ersetzt werden, sowie um die notwendigen Planungen aufzustellen und die Ausschreibung vorzubereiten, die in Kürze erfolgen soll.
 
„Die Bürogemeinschaft hat eine sehr gute Grundlage geschaffen. Wir sind zuversichtlich, Ende 2022 eine Baufirma gefunden zu haben, um loszulegen“, sagen die Stadträte Majer und Josef.
 
Die kalkulierten Baukosten betragen rund 13 Millionen Euro (Brutto), die Nebenkosten circa 5 Millionen Euro (Brutto). Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich daher auf rund 18 Millionen Euro (Brutto).

Visualisierung der Schwedlerbrücke am Tag. © Christoph Mäckler Architekten / B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH
Visualisierung der Schwedlerbrücke am Abend. © Christoph Mäckler Architekten / B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH
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