Mehr öffentliche Trinkbrunnen

Der Sommer kommt. Und mit ihm auch der Durst. Oft dann, wenn man unterwegs ist. Öffentliche Trinkbrunnen sind allerdings rar in Frankfurt. Für uns daher ein wichtiges Anliegen hier aktiv zu sein. Deshalb haben wir das Thema auch wieder ganz bewusst in unser Kommunalwahlprogramm 2021 aufgenommen. Wir wollen mehr öffentliche Trinkbrunnen für innere und äußere Abkühlung an Orten, wo sich viele Menschen in den Sportbereichen in weitgehend schattenlosem Gelände intensiv körperlich betätigen. Aber auch andere, von vielen Menschen frequentierte Orte müssen besser mit Trinkwasserangeboten versorgt werden.

Das Thema ist nicht neu wie der Bericht des Magistrats vom 13.11.2020 im Abschnitt „Trinkwasserversorgung, hier: Trinkbrunneninitiative“ zeigt. Seinerzeit gab es im gesamten Stadtgebiet lediglich drei Trinkbrunnen im öffentlichen Raum: in der Freßgass‘, in der Neue Kräme sowie im Wasserpark. Viel ist das nicht, also noch einiges zu tun!

Wir haben uns deshalb schon immer dafür eingesetzt auch in unseren Stadtteilen eine Trinkwasserversorgung im öffentlichen Raum zu schaffen. Daher sind wir richtig froh, dass im Rahmen der auch von uns intensiv begleiteten Sanierungsarbeiten im Ostpark der restaurierte Brunnen wieder in Betrieb genommen worden ist und Trinkwasser zur Verfügung stellt. Weitere Standorte im gesamten Stadtgebiet sind geplant oder im Prüfverfahren. Bei uns vor der Haustür können wir uns daher über weitere Trinkbrunnen am Alfred-Brehm-Platz (Zoo) sowie im Hafenpark freuen.

Auch in Bornheim soll es weitere Standorte geben. Hier wurde z.B. das Fünffingerplätzchen als geeigneter Ort gefunden und der Magistrat vom Ortsbeirat aufgefordert, einen Trinkbrunnen zu installieren. Eine entsprechende Stellungnahme erfolgte bereits.

Es wird auch immer versucht, private Partner, deren Flächen sich im öffentlichen Raum befinden (z.B. Kirchen) für die Installation von Trinkbrunnen zu gewinnen, da diese durch das städtische Förderprogramm „Frankfurt frischt auf!“ gefördert werden können.

Neben neuen Trinkbrunnen gibt es aber auch die Möglichkeit bestehende Brunnen wieder nutzbar zu machen. Auch hier laufen derzeit stadtweit einige Prüfungen. Bekannt in Bornheim ist sicher der Hohe Brunnen. Geht es nach Bernhard Ochs, Mitglied der Partei „Die Frankfurter“, soll auch hier wieder Trinkwasser sprudeln. Als Hobby-Historiker weiß er so einiges über diesen Brunnen: bereits 1827 wurde hier schon das kühle Nass gezapft. Sein Ziel ist es neben dem Bau von neuen Trinkwasserstellen auch bereits vorhandene zu revitalisieren und zu nutzen. Ein früherer Versuch führte nicht zum Erfolg, aber das wird sicher nicht der letzte Anlauf gewesen sein.

Auch das Umweltamt steht der Nutzung historischer Brunnen grundsätzlich sehr offen gegenüber. Merkt aber auch an, dass der Kostenfaktor ein zentrales Thema ist. Schließlich muss geprüft werden, welche Wasserqualität vorliegt und welche Maßnahmen zu ergreifen sind um einer dauerhafte Trinkwasserqualität zu gewährleisten. Und das ist von Brunnen zu Brunnen im gesamten Stadtgebiet sehr unterschiedlich. Beim Hohen Brunnen auf Höhe der Berger Straße 253 hat sich bei Prüfungen herausgestellt, dass erhebliche Investitionen nötig wären um ihn als Trinkbrunnen zu nutzen. Daher ist er aus Sicht der Stadt aktuell nicht ganz oben auf der Liste, wird aber weiterhin im Blick behalten.

Es ist also einiges in Bewegung in Frankfurt und auch hier bei uns, in Bornheim und dem Ostend. Wir bleiben an den Themen dran und setzen und weiterhin für die Umsetzung von bereits getroffenen Maßnahmen sowie dem weiteren Ausbau des Trinkbrunnen-Netzes ein um für eine flächendeckende Versorgung mit Trinkwasser im öffentlichen Raum zu sorgen – insbesondere in den heißen Sommermonaten.

Seht ihr noch irgendwo Bedarf? Gibt es noch stark frequentierte Plätze in Bornheim oder dem Ostend, wo ein Trinkbrunnen sinnvoll wäre? Dann melde euch gern bei uns!

gez. Mirko von der Weth, DIE GRÜNEN Bornheim-Ostend

#GrueneBornheimOstend

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